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Mein Eindruck von Polen

 

Von Laura Südbrock

Wir haben uns vor der Fahrt viele Gedanken gemacht, wie die Gedenkstätten wohl sein würden. Doch auf der Fahrt ging es neben der Projektarbeit darum, auch Polen kennenzulernen. Dabei traten gleich zu Beginn Fragen auf: Wie werden die Städte aussehen? Was wird anders sein als in Deutschland? Das erste Problem war schnell gefunden, als jemand anmerkte, dass es in Polen ja eine andere Währung gibt. Also hieß es erstmal Euro in Zloty umtauschen.

Durch eine Stadtführung der polnischen Schüler lernten wir Lublin noch einmal von einer anderen Seite kennen und konnten viel über das Leben in Polen erfahren. Wir aßen Piroggen und lernten einige polnische Wörter. Wir fuhren bis an den östlichen Rand Polens, nach Wlodawa, und konnten sogar bis nach Weißrussland schauen. Vieles war anders als Zuhause. Märkte, auf denen man lebende Hühner und Tauben kaufen konnte oder noch schnell ein Souvenir. Doch besonders in Krakau bemerkte man den eigentlichen Grund unserer Reise. An vielen Straßenecken wurden Touren nach Auschwitz oder in Schindlers Fabrik angeboten und auch in Lublin und Warschau entdeckte man immer wieder Mahnmale, die an die Zeit der NS-Besatzung erinnern.

Was mir besonders auffiel, waren die Häuser. Oft sah man neben neuen und renovierten Häusern alte und renovierungsbedürftige Gebäude und sobald man aus der Altstadt herauskam, begegneten einem oft Plattenbauten. Dabei ist mir besonders Krakau mit seiner schönen Altstadt in Erinnerung geblieben.

Mir wird Polen positiv im Gedächtnis bleiben und es war spannend, das Land einmal selbst kennenzulernen und nicht nur im Fernsehen zu sehen.

„Schuldlos, aber voller Verantwortung“

ueberarbeitet

Historische Spurensuche in den KZ-Gedenkstätten Majdanek, Sobibor, Auschwitz

Der Leitfachkurs Geschichte Q1 des Bodelschwingh-Gymnasiums Bielefeld-Bethel präsentiert seine Projektergebnisse

am 11. Juni 2014 um 19.30 Uhr in der Synagoge „Beit Tikwa“

auf Einladung der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld.

Anschrift: Detmolder Straße 107, 33604 Bielefeld.

Musikalische Umrahmung: Orchester der Bodelschwingh-Schulen

Hinweis: Bitte erscheinen Sie wegen der Sicherheitskontrollen in der Synagoge rechtzeitig.

„Judith und der Mann von Schindlers Liste“

Ein zwölfjähriges Mädchen trifft mit vielen Fragen auf einen fünfundachtzigjährigen Überlebenden der Shoa, der unter einem anderen Namen auf „Schindlers Liste“ stand. Die Geschichte dieser ungewöhnlichen Freundschaft erzählt eine sehr leise Dokumentation, die gestern im Nachtprogramm des WDR ausgestrahlt wurde. Der Film geht Erinnerungsorten nach: Krakau, das KZ Plaszow, Schindlers Emailwarenfabrik, das Gestern und Heute. Die Tränen auf beiden Seiten sind echt, ebenso die Fassungslosigkeit und Leere der Nachgeborenen. Die Frage, ob das Lager eine Zäsur darstellte, beantwortet Michael Emge, der Zeitzeuge, damit, dass er „danach“ nie mehr wirklich glücklich gewesen sei. In der Mediathek von Planet Schule ist die sehr sehenswerte Dokumentation von Martin Buchholz online abrufbar.

Lesen. Jetzt!

Renate Lasker-Harpprecht, die Frau des Publizisten Klaus Harpprecht, ist eine der letzten Überlebenden der Shoah. Betitelt mit den Schlagzeilen „Fragt mich  jetzt!“ und „Auschwitz erlaubt keine Rührung“ erschien in der ZEIT vom 6. Mai ein sehr lesenswertes und thematisch eng mit unserer eigenen Arbeit verwobenes Interview mit ihr, geführt von Giovanni di Lorenzo, das ab heute auch in der Online-Ausgabe der ZEIT verfügbar ist.

Yom HaShoah

Israel gedenkt seit gestern Abend der Opfer der Shoah. Am heutigen Tag bleiben Vergnügungsstätten geschlossen, und im ganzen Land werden Gedenkveranstaltungen abgehalten, die zentralen Zeremonien finden in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem statt. Auch die israelischen Fernseh- und Radiosender liefern den ganzen Tag lang Filme bzw. Beiträge über die Shoah. Um 10 Uhr morgens ertönt an Yom HaShoah zwei Minuten lang eine Sirene; Autos halten an, der Unterricht wird unterbrochen und alle stehen still, um der Opfer zu gedenken. Der Gedenktag für die Opfer der Shoah ist in Israel überall präsent.

Sehr gute Informationen zur Veranstaltung und dem außenpolitischen Echo liefert die Webpräsenz der Tagesschau. Der SPIEGEL informiert über den zeitgleich eingeführten neuen Lehrplan für israelische Kindergärten, in dem Informationen über die Shoah fest verankert sind, auf den Seiten der Gedenkstätte Yad Vashem kann man nachlesen, dass der Gedenktag in diesem Jahr schwerpunktmäßig der Deportation von mehr als 430.000 ungarischen Juden vor 70 Jahren gewidmet ist, und die TAZ gibt die Reflexionen linksintellektueller Israelis zur Instrumentalisierung von Geschichte und Gedenken wieder.

Heute vor 71 Jahren: Aufstand im Warschauer Ghetto

Vor ziemlich genau drei Wochen waren wir dort …

Das Warschauer Ghetto war das größte, das die Nationalsozialisten in Polen eingerichtet hatten. Nach der Besetzung wurden fast 500.000 Juden, ein Drittel der Bevölkerung Warschaus, auf einer Fläche von nur rund 9 Quadratkilometern zusammengepfercht.  Weiterlesen